Pay-as-you-go-Bedingungen für Geschäftskunden
Aktuelle Pay-as-you-go-Bedingungen 1.1 herunterladen
Version: 1.1 Maßgebliche Sprache: Deutsch
1. Geltungsbereich und Einrichtung
Diese Bedingungen ergänzen die im Annahmenachweis bezeichneten Geschäftskundenbedingungen, die AVV mit Anlagen und die Web-Vertragsbedingungen für Dolis Geschäftskunden-Verbrauchstarif. Bei widersprüchlichen Preis-, Minutenpaket-, Aktivierungs- oder Tarifwechselregelungen geht dieser Zusatz für den Verbrauchstarif vor. Der Vertrag wird ausschließlich über die Doli-Website von einer Person abgeschlossen, die den Kunden rechtswirksam vertreten darf; sie muss nicht Unternehmensinhaber sein.
Mit der ausdrücklichen Bestätigung der angezeigten Vertragsunterlagen und der verbindlichen Einrichtung des Verbrauchstarifs gibt der Kunde sein Vertragsangebot ab. Doli nimmt es durch die Bestätigung der erfolgreichen Einrichtung und Freischaltung an. Die technische Freigabe setzt einen serverseitig geprüften, der Einrichtung zugeordneten Nachweis des Zahlungsanbieters voraus. Ein Browser-Rücksprung allein reicht nicht.
2. Preis und monatliche Abrechnung
Der Preis beträgt 0,05 Euro netto pro Minute, entsprechend 3,00 Euro netto pro Stunde, zuzüglich gegebenenfalls anfallender Umsatzsteuer. Es gibt keine Grundgebühr und kein festes monatliches Minutenpaket. Der neue Preis gilt ab der im Konto bestätigten Umstellung; davor erfasste Nutzung und abgeschlossene Abrechnungen werden nicht rückwirkend neu berechnet.
Die Nutzung wird sekundengenau erfasst. Der exakte Nettosatz beträgt 1/12 Cent pro Sekunde. Erst der zusammengefasste Nettobetrag des monatlichen Abrechnungszeitraums wird einmal auf Eurocent gerundet; einzelne Gespräche werden nicht jeweils auf einen Centbetrag aufgerundet. Die Abrechnung erfolgt nachträglich monatlich. Die steuerliche Behandlung und etwaige Umsatzsteuer werden auf der Abrechnung ausgewiesen.
Beim Live-Dolmetschen und bei Live-Untertiteln zählt die aktive Sitzungszeit einschließlich Übersetzungs- und Ausgabezeit; auch Pausen zählen, solange die Sitzung aktiv bleibt. Mit dem Beenden der Sitzung endet die weitere Zeiterfassung. Für weitere Funktionen gelten die angezeigten Doli-Verbrauchseinheiten: Sprachnachrichten nach ihrer auf ganze Sekunden aufgerundeten Dauer, mindestens eine Sekunde; Textnachrichten fünf Sekunden pro angefangenen 50 Zeichen; Dokumentseiten jeweils 30 Sekunden; Antwortentwürfe jeweils 30 Sekunden. Eindeutig fehlgeschlagene Medienanfragen werden nicht als erfolgreich verbrauchte Nutzung abgerechnet; unklare Ergebnisse werden geprüft.
3. Einmalige Startminuten
Ein erstmals eingerichtetes Geschäftskonto erhält einmalig 30 Startminuten für das gesamte Team. Sie werden vor kostenpflichtiger Nutzung verbraucht und nicht pro Beschäftigtem, Gerät oder Abrechnungsmonat erneut gewährt. Erneute Einrichtung oder Kündigung setzt bereits verwendete Startminuten nicht zurück. Persönliche Gratis-Kontingente werden nicht zusätzlich auf das Geschäftskonto übertragen.
Es gibt keinen zusätzlichen zeitlich befristeten Testtarif. Die vorhandene kostenlose Doli-App kann unabhängig davon im Umfang ihres bestehenden Gratisangebots verwendet werden.
4. Optionales Monatslimit
Doli setzt kein allgemeines Ausgabenlimit voraus. Ohne selbst gesetztes Limit läuft die freigegebene kostenpflichtige Nutzung nach Verbrauch weiter. Der Inhaber des abrechnenden Doli-Kontos kann ein freiwilliges Monatslimit in Euro netto setzen, ändern oder entfernen. Umsatzsteuer zählt nicht zu diesem Nettolimit. Ein Limit von 0 Euro pausiert kostenpflichtige Nutzung; ein nicht gesetztes Limit bedeutet keine freiwillige Begrenzung.
Zusätzlich kann das abrechnende Konto ein eigenes Nettolimit je gekoppeltem Gerät festlegen. Ein Standard-Gerätelimit gilt für neu gekoppelte Geräte; eine Übernahme für bestehende Geräte muss ausdrücklich gewählt werden. Individuelle Einstellungen werden dabei nicht stillschweigend überschrieben. Die Limits gelten je monatlichem Abrechnungszeitraum des Geschäftskontos, nicht als gemeinsamer Topf für alle Geräte. Ein optionales Gesamtlimit bleibt zusätzlich wirksam.
Bei einem positiven gesetzten Limit sind 80-Prozent- und 100-Prozent-Mitteilungen an die hinterlegte Vertragsadresse vorgesehen. Beide E-Mail-Schwellen können getrennt in den Kontoeinstellungen deaktiviert werden. Bei Erreichen von 100 Prozent wird weitere kostenpflichtige Nutzung des betroffenen Geräts gesperrt, bis wieder eine Freigabe innerhalb der geltenden Limits möglich ist. Ein Gesamtlimit kann die gesamte kostenpflichtige Nutzung sperren. Bereits verbrauchte und korrekt erfasste Nutzung bleibt abrechenbar. E-Mail-Einstellung, Versand und Empfang sind keine Voraussetzung für die Sperre. Startminuten werden vor kostenpflichtiger Nutzung berücksichtigt. Die Geräteübersicht zeigt den Limitstatus unabhängig von den E-Mails.
5. Team und Kontoverwaltung
Das abrechnende Konto verwaltet den gemeinsamen Verbrauch, die Zahlung und das freiwillige Limit. Beschäftigte und andere autorisierte Nutzer verwenden eigene Doli-Konten und greifen über berechtigte gekoppelte Geräte auf die Freigabe des Geschäftskontos zu. Zugangsdaten werden nicht geteilt. Die Kopplung macht Beschäftigte weder zum Käufer noch automatisch zum Vertragsvertreter.
Das abrechnende Konto kann berechtigte Geräte über einen kurz gültigen Code oder einen unterstützten QR-Code koppeln und wieder entkoppeln. Entkoppeln beendet den weiteren Zugriff auf die Freigabe; bereits erfasster Verbrauch bleibt erhalten. Erneutes Koppeln derselben Geräteinstallation setzt deren Verbrauch im laufenden Abrechnungszeitraum nicht zurück. Eigene Nutzung des abrechnenden Kontos wird getrennt von den gekoppelten Mitarbeitergeräten ausgewiesen.
Die Person, die den Kunden beim Vertragsschluss wirksam vertritt, und der Inhaber des abrechnenden Kontos können unterschiedliche Personen sein. Die Verwaltung des Limits durch das abrechnende Konto ersetzt keine erforderliche Vertretungsbefugnis.
6. Beenden und offene Abrechnung
Der Verbrauchstarif kann über die angebotene Kontoverwaltung zum Ende des bestätigten Abrechnungszeitraums beendet werden. Bereits erfasste Nutzung wird in der Schlussabrechnung berücksichtigt. Eine Kündigung löscht weder Verbrauchsbuchungen noch bereits verwendetes Startguthaben. Fehlende Zahlungsfreigabe oder fehlgeschlagene Zahlung kann weitere kostenpflichtige Nutzung sperren.
7. Datenschutz und Geräte
Doli verarbeitet die zur Einrichtung, gemeinsamen Nutzung, Verbrauchsabrechnung, Limitverwaltung, Benachrichtigung und zum Vertragsnachweis erforderlichen Metadaten nach den Datenschutzhinweisen. Für Gesprächsinhalte gelten die AVV und ihre Anlagen. Der Dienst umfasst keine Zusage zu Zero Data Retention, EU-exklusiver Modellverarbeitung oder Berufsgeheimnisschutz nach § 203 StGB. Eine entsprechende Zusatzvereinbarung ist nicht abgeschlossen.
Doli-Geräte werden derzeit nicht verkauft. Der Verbrauchstarif enthält keinen Gerätekauf.